Hier finden Sie die passenden Trauersprüche zum Abschied

Trauertexte

Trauersprüche können helfen

Sie sind mehr als ein Spruch auf einer Karte. Wenn richtig und bewusst gewählt, eröffnen sie Raum für Gefühl, spenden Trost und geben einen in diesem schweren Moment oft dringend benötigten hoffungsvollen Ausblick. Ein Ende ist nicht das Ende von allem. Trauerbewältigung und das damit einhergehende Zulassen von Trauer können durch sie angestoßen werden. Sie verdichten das häufige Wirr an Gefühlen nach einem Sterbefall auf emotionale Wahrheiten und haben die Möglichkeit den Trauernden ein wenig zu erden und ihm Hoffnung zu spenden.

Trauersprüche können tiefem Schmerz Ausdruck verleihen. Die Schwere eines Abschieds zu akzeptieren, statt sich von ihm abzuwenden und ihn bewusst anzunehmen – solche elementar wichtigen Trauerprozesse können durch die bewusste Wahl eines Trauerspruchs angestoßen werden.

Wir möchten Sie mit unserer Auswahl an Trauersprüchen dabei unterstützen, einen Schritt hin zur Verarbeitung ihres schweren Verlustes zu gehen und helfen Ihnen gerne bei der Auswahl des für Sie passenden Trauerspruches.

Lebensweisheiten und Sinnsprüche teilen

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Die Liebe hat sich gewandelt:
Sie ist nun unendlich zart
und doch so stark,
still
und dennoch voller Lebendigkeit,
fern,
aber in jedem Augenblick gegenwärtig;
sie ist geheimnisvoll
und doch ganz klar,
rein und frei
von allen Dingen dieser Welt.
Nun ist sie daheim
in der Geborgenheit des Herzens,
im Schutze der Erinnerungen:
unantastbar,
unbesiegbar,
unverlierbar.
Irmgard Erath

Trauertext 1

Abschiednehmen
sich trennen
aufgeben
einen Teil von sich selbst
etwas dem Wind überlassen
den Fluten
dem Wasser
das Sterben lernen
jeden Tag ein wenig
für das Neue
das folgt
Margot Bickel

Trauertext 2

Und die Liebe ist unsterblich
und der Tod nur ein Horizont
und ein Horizont ist nur
die Grenze unseres Blickes.
www.trauer-um-florian.de

Trauertext 3

Wenn Du beginnst zu lieben,
sagst Du schon ja
zu den Tränen des Abschieds,
sagst ja zu den Enttäuschungen,
die nicht ausbleiben,
zu Hoffnungen,
die sich nicht erfüllen,
zu Anfängen,
die unvollendet bleiben.

Wenn Du beginnst zu lieben,
sagst Du schon ja
zu den Schmerzen des Loslassens,
zu der Einsamkeit,
nach der Zweisamkeit.

Wenn Du beginnst zu lieben,
sagst Du schon ja zu jemandem,
der seinen eigenen Weg geht,
den Du nicht halten kannst,
der sein eigenes Ziel hat.

Wenn Du beginnst zu lieben,
sagst Du schon ja.

Ruth Rau

Trauertext 4

Ich gehe langsam aus dieser Welt heraus
und was ich war und was ich bin und was ich bleibe
geht mit mir ohne Ungeduld und Eile
in ein noch nicht betretenes Land.
Hans Sahl

Trauertext 5

Wenn Dir jemand erzählt,
dass die Seele mit dem Körper zusammen vergeht
und dass das, was einmal tot ist, niemals wiederkommt,
so sage ihm:
Die Blume geht zugrunde,
aber der Same bleibt zurück und liegt vor uns,
geheimnisvoll, wie die Ewigkeit des Lebens.

Khalil Gibran

Trauertext 6

Eine Wolke weiß nicht,
warum sie sich in einer gewissen Richtung
und mit genau dieser Geschwindigkeit bewegt.
Sie spürt einen inneren Drang und weiß,
wo der richtige Ort liegt.
Aber der Himmel kennt den Grund und das Muster,
dem alle Wolken folgen.
Und auch du wirst das erfahren
wenn du dich hoch genug in die Lüfte erhebst
um hinter den Horizont zu blicken.
www.trauer-um-florian.de

Trauertext 7

Nur durch die Liebe und den Tod
berührt der Mensch das Unendliche.
Alexandre Dumas

Trauertext 8

In dem Moment, in dem man erkennt,
dass den Menschen, den man liebt,
die Kraft zum Leben verlässt,
…wird alles still.
Iris Gumpert

Trauertext 9

Jeder Tag ist der Anfang des Lebens.
Jedes Leben der Anfang der Ewigkeit
Rainer Maria Rilke

Trauertext 10

Und meine Seele spannte,
weit ihre Flügel aus.
Flog durch die stillen Lande,
als flöge sie nach Haus.
Joseph von Eichendorff (Original aus dem Gedicht Mondnacht)

Trauertext 11

Und meine Seele spannte weit ihre Flügel aus,
gleitet über stille Seen, Felder und Wälder
dem Licht entgegen.
nach Joseph von Eichendorff

Trauertext 12

Darin nämlich täuschen wir uns,
dass wir den Tod vor uns sehen:
ein großer Teil des Todes ist schon vorbei.
Alles, was von unserem Leben hinter uns liegt,
gehört ihm.
Seneca

Trauertext 13

Auch der schönste Sommer will
einmal Herbst und Welke spüren,
Halte, Blatt, geduldig still,
wenn der Wind dich will entführen.
Spiel dein Spiel und wehr dich nicht,
lass es still geschehn,
lass vom Wind, der dich bricht,
dich nach Hause wehen.
Hermann Hesse

Trauertext 14

Im Garten der Zeit wächst
die Blume des Trostes.

Trauertext 15

Erinnerungen sind kleine Sterne,
die tröstend in das Dunkel unserer Trauer leuchten.
Irmgard Erath

Trauertext 16

Der Tod ist die uns zugewandte Seite
jenes geheimnisvollen Ganzen,
dessen andere Seite die Auferstehung ist.
Romano Guardini

Trauertext 17

Alles hat seine Zeit.
eine Zeit, geboren zu werden, eine Zeit zu sterben;
eine Zeit zu suchen, eine Zeit zu verlieren;
eine Zeit zu lachen, eine Zeit zu weinen;
eine Zeit zu reden, eine Zeit zu schweigen;
eine Zeit, beisammen zu sein;
eine Zeit, sich zu trennen.
Bibelvers – Prediger, Kapitel 3

Trauertext 18

Flieg nur, flieg fort,
auf den Flügeln des Windes,
unbeschwert und leicht.
Nichts was Dich hält,
nichts, was Dich noch erreicht.
Grüß mir den Mond
und die Sterne,
winke mit leichter Hand,
lass Deine Seele schweben,
dort, im weiten Land.
Finde Deine Ruhe,
wie eine Feder, ganz leicht,
dort in unendlicher Ferne,
die bis zur Ewigkeit reicht.
Petra Elvira Schulte

Trauertext 19

Der Tod ist nicht das Ende,
nicht die Vergänglichkeit,
der Tod ist nur die Wende,
Beginn der Ewigkeit.

Trauertext 20

Zu meiner Todesstunde
wünsche ich mir,
leise gehen zu dürfen,
ruhig einzutauchen in das Licht,
von dem ich manchmal träume.
Margot Bickel

Trauertext 21

Alles hat seine Zeit,
es gibt eine Zeit der Freude,
eine Zeit der Stille,
eine Zeit des Schmerzes, der Trauer
und eine Zeit der dankbaren Erinnerung.

Trauertext 22

Was aber dem Leben Sinn verleiht,
gibt auch dem Tod Sinn.
Es ist leicht zu sterben,
wenn es in der Ordnung der Dinge liegt.
Antoine de Saint-Exupéry

Trauertext 23

Die Erinnerung ist ein Fenster,
durch das ich Dich sehen kann,
wann immer ich will.

Trauertext 24

Lassen | Zulassen | Loslassen

Trauertext 25

Den Weg, den Du vor Dir hast,
kennt keiner.
Nie ist ihn einer so gegangen,
wie Du ihn gehen wirst.
Es ist Dein Weg.
Ulrich Schaffer

Trauertext 26

Der Tod ist ein Schritt über den Horizont.
Der Horizont ist nicht die Grenze des Seins,
sondern die Grenze des Sehens.

Trauertext 27

Liebe und Erinnerung ist das, was bleibt,
lässt viele Bilder vorüberziehen,
uns dankbar zurückschauen
auf die gemeinsam verbrachte Zeit.

Trauertext 28

Glückliche Jahre
voller Trauer, weil sie vorüber,
voller Dankbarkeit, dass sie gewesen.

Trauertext 29

Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen,
die sich über die Dinge ziehn.
Ich werde den letzten wohl nicht vollbringen
aber versuchen will ich ihn.

Ich kreise um Gott, den uralten Turm,
und ich kreise jahrtausendelang;
und ich weiß noch nicht: bin ich ein Falke, ein Sturm
oder ein großer Gesang.
Rainer-Maria Rilke

Trauertext 30

Wir waren verschworen, wären füreinander gestorben,
haben den Regen gebogen, uns Vertrauen geliehen.
Wir haben versucht, auf der Schussfahrt zu wenden,
nichts war zu spät, aber vieles zu früh.
Herbert Grönemeyer

Trauertext 31

Ich bin nur eine kleine Welle auf dem Ozean.
Die Welle kommt und geht.
Der Ozean bleibt, ist immer da.
Andrea Liebers

Trauertext 32

Was man tief in seinem Herzen besitzt,
kann man nicht durch den Tod verlieren.
Joh. Wolfgang v. Goethe

Trauertext 33

Jeder stirbt,
aber keiner ist tot.
tibetanisches Sprichwort

Trauertext 34

Das einzig Wichtige im Leben
sind die Spuren von Liebe,
die wir hinterlassen,
wenn wir gehen.
Albert Schweitzer

Trauertext 35

Aufhebung

Sein Unglück
ausatmen können

tief ausatmen,
so daß man wieder
einatmen kann

Und vielleicht auch sein Unglück
sagen können in Worten
in wirklichen Worten
die zusammenhängen
und Sinn haben
und die man selbst noch
verstehen kann
und die vielleicht sogar
irgendwer sonst versteht
oder verstehen könnte

Und weinen können

Das wäre schon
fast wieder
Glück
Erich Fried

Trauertext 36

Ich glaube, daß wenn der Tod unsere Augen schließt,
wir in einem Lichte stehn, von welchem unser
Sonnenlicht nur der Schatten ist.
Arthur Schopenhauer

Trauertext 37

Das schönste Denkmal, das ein Mensch bekommen kann,
steht in den Herzen seiner Mitmenschen.
Albert Schweitzer

Trauertext 38

Niemand kennt den Tod, es weiß auch keiner,
ob er nicht das größte Geschenk für den Menschen ist.
Dennoch wird er gefürchtet, als wäre es gewiß,
daß er das schlimmste aller Übel sei.
Sokrates

Trauertext 39

Von guten Mächten wunderbar geborgen
Erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist mit uns am Abend und am Morgen
Und ganz gewiß an jedem neuen Tag.
Dietrich Bonhoeffer

Trauertext 40

Die Liebe ist stärker als der Tod
und die Schrecken des Todes.
Allein die Liebe erhält
und bewegt unser Leben.
Iwan Turgenjew

Trauertext 41

Stufen

Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

Wir wollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
An keinem wie an einer Heimat hängen,
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
Er will uns Stuf´ um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.

Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
Uns neuen Räumen jung entgegen senden,
Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden…
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde.
Hermann Hesse

Trauertext 42

Unser Leben ist der Fluss,
der sich ins Meer ergießt,
das „Sterben“ heißt.
Federico García Lorca

Trauertext 43

Leuchtende Tage.
Nicht weinen, dass sie vorüber.
Lächeln, dass sie gewesen!
Konfuzius

Trauertext 44

Du bist erlöst von deinem Leiden,
lässt uns allein in tiefem Schmerz.
Ach, wie so schwer ist doch das Scheiden,
nun ruhe aus, du gutes Herz.

Trauertext 45

Und wenn die Kraft nicht reicht,
dann wird dein Lachen nun in unsren Herzen leben
und immer, wenn die Schmetterlinge schweben,
dann hat dein Lächeln uns im Hier erreicht.

und nun flieg, Schmetterling, flieg….
Elke Dorothea Hagen

Trauertext 46

Der Tod ist der Grenzstein des Lebens,
aber nicht der Liebe.

Trauertext 47

Trennung ist unser Los,
Wiedersehen unsere Hoffnung
… und alles Getrennte findet sich wieder.
Augustinus

Trauertext 48

Menschen treten in unser Leben
und begleiten uns eine Weile.
Einige bleiben für immer,
denn sie hinterlassen ihre Spuren
in unseren Herzen.

Trauertext 49

Und sterben wir,
so trägt ein Strom
uns leuchtend
in ein Meer
von Licht.

Trauertext 50

Bedenke stets, dass alles vergänglich ist
dann wirst du im Glück nicht so friedlich
und im Leid nicht so traurig sein.
Sokrates

Trauertext 51

Nicht gestorben – nur vorangegangen.
Dmitri Sergejewitsch Mereschkowski

Trauertext 52

Das Schönste, was ein Mensch hinterlassen kann,
ist ein Lächeln im Gesicht derjenigen, die an ihn denken.

Trauertext 53

Wenn wir aus dieser Welt durch Sterben uns begeben,
So lassen wir den Ort, wir lassen nicht das Leben.
Nikolaus Lenau

Trauertext 54

Da ist ein Land der Lebenden und ein Land der Toten.
Und die Brücke zwischen ihnen ist die Liebe –
das einzig Bleibende, der einzige Sinn.
Thornton Wilder

Trauertext 55

Betrachte den Tod als Heimkehr.
Konfuzius

Trauertext 56

Ich gehe langsam aus der Welt heraus
in eine Landschaft jenseits aller Ferne
und was ich war und bin
und immer bleiben werde
geht mit mir ohne Ungeduld und Eile
in ein bisher noch nicht betret´nes Land.
Hans Sahl

Trauertext 57

Die Bande der Liebe
werden mit dem Tod nicht durchschnitten.
Thomas Mann

Trauertext 58

Auf den Flügeln der Zeit fliegt die Traurigkeit dahin.
Jean de La Fontaine

Trauertext 59

Im Meer des Lebens,
Meer des Sterbens,
in beiden müde geworden,
sucht meine Seele den Berg,
an dem alle Flut verebbt.
Japan, 7. Jahrhundert

Trauertext 60

Wer einen Fluß überquert
muß die eine Seite verlassen.
Mahatma Gandhi

Trauertext 61

Wenn jemand Dir erzählt,
dass die Seele mit dem Körper zusammen vergeht
Und dass das, was einmal tot ist, niemals wiederkommt,
so sage ihm:
Die Blume geht zugrunde, aber der Samen bleibt zurück
Und liegt vor uns, geheimnisvoll, wie die Ewigkeit des Lebens.
Khalil Gibran

Trauertext 62

Nicht alle Schmerzen sind heilbar,
denn manche schleichen sich tiefer ins Herz hinein,
und während die Tage verstreichen, werden sie Stein.
Du lachst und sprichst, als wenn nichts wäre,
sie scheinen geronnen zu Schaum,
doch Du spürst ihre lastende Schwere bis in den Traum.
Der Frühling kommt wieder mit Wärme und Helle,
die Welt wird ein Blumenmeer,
aber in Deinem Herzen ist eine Stelle, die blüht nicht mehr.
Ricarda Huch

Trauertext 63

Ein Stern verlischt
wie ein Leben in der Menge von Milliarden Menschen.
Und jeder Stern, jeder Mensch ist ein Universum.
Wenn er stirbt, stirbt alles.
Und alles geht weiter

Trauertext 64

Das Sichtbare ist vergangen,
es bleibt das Leben.

Trauertext 65

Jeder Augenblick im Leben
ist ein Schritt zum Tode hin.
Pierre Corneille

Trauertext 66

Jeder Augenblick im Leben
ist ein Schritt zum Tode hin.
Pierre Corneille

Trauertext 67

Und wenn du dich getröstet hast,
wirst du froh sein, mich gekannt zu haben.
Du wirst immer mein Freund sein.
Du wirst dich daran erinnern,
wie gerne du mit mir gelacht hast.
Antoine de Saint-Exupéry

Trauertext 68

Und es wird dir Schmerz bereiten,
es wird aussehen, als wäre ich tot,
und das wird nicht wahr sein…
Antoine de Saint-Exupéry

Trauertext 69

Wenn du bei Nacht den Himmel anschaust,
wird es sein, als lachten alle Sterne,
weil ich auf einem von ihnen wohne,
weil ich auf einem von ihnen lache.
Du allein wirst Sterne haben, die lachen können.
Antoine de Saint-Exupéry

Trauertext 70

Und wenn du dich getröstet hast,
wirst du froh sein, mich gekannt zu haben.
Du wirst Lust haben, mit mir zu lachen.
Und deine Freunde werden erstaunt sein,
wenn sie sehen, dass du den Himmel anblickst und lachst.
Antoine de Saint Exupéry

Trauertext 71

Ich gehe meinen Weg
vertrauend darauf,
dass er mich nicht an ein Ende,
sondern an das Ziel führt.
Elmar Simma

Trauertext 72

Was wir ausstrahlen in die Welt,
die Wellen, die von unserem Sein ausgehen,
das ist es, was von uns bleiben wird,
wenn unser Sein längst dahingegangen ist.
Viktor E. Frankl

Trauertext 73

Die Raupe nennt es das Ende
Der Rest der Welt – Schmetterling
Laotse

Trauertext 74

Wer Schmetterlinge lachen hört,
der weiß, wie Wolken riechen.
Novalis

Trauertext 75

Niemand kennt den Tod;
es weiß auch keiner,
ob er nicht das größte Geschenk für den Menschen ist.
Dennoch wird er gefürchtet, als wäre es gewiss,
dass er das Schlimmste aller Übel sei.
Sokrates

Trauertext 76

Ich glaube,
dass wenn der Tod unsere Augen schliesst,
wir in einem Lichte stehn,
von welchem unser Sonnenlicht nur Schatten ist.
Arthur Schopenhauer

Trauertext 77

In mir ist es finster – aber bei dir ist das Licht.
Ich bin einsam – aber du verlässt mich nicht.
Ich bin kleinmütig – aber bei dir ist Hilfe.
Ich bin unruhig – aber bei dir ist Friede.
In mir ist Bitterkeit – aber bei dir ist Geduld.
Ich verstehe deine Führung nicht –
aber du weißt den Weg für mich.
Dietrich Bonhoeffer

Trauertext 78

Nicht die Jahre in unserem Leben zählen,
sondern das Leben in unseren Jahren.
A.E. Stevenson

Trauertext 79

Denk dir ein Bild:“weites Meer“.
Ein Segelschiff setzt seine weißen Segel
und gleitet hinaus in die offene See.
Du siehst, wie es kleiner wird.
Wo Wasser und Himmel sich treffen, verschwindet es.
Da sagt jemand: „Nun ist es gegangen.“
Ein anderer sagt: „Es kommt.“
Der Tod ist ein Horizont
und ein Horizont ist nichts anderes
als die Grenze unseres Sehens.
Wenn wir um einen Menschen trauern,
freuen sich andere, ihn hinter der Grenze wiederzusehen.
Peter Streiff

Trauertext 80

Hoffnung ist nicht die Überzeugung,
dass etwas gut ausgeht,
sondern die Gewißheit,
dass etwas einen Sinn hat,
egal wie es ausgeht.
Vaclav Havel

Trauertext 81

Wir wollen nicht trauern,
dass wir dich verloren haben,
sondern dankbar sein dafür,
dass wir dich gehabt haben,
ja auch jetzt noch besitzen,
denn wer heimkehrt zum Herrn,
bleibt in der Gemeinschaft der Gottesfamilie
und ist nur vorausgegangen.
Hieronymus

Trauertext 82

Und als sein Ruhm die Welt durchflogen hatte,
da nahm ihn Gott, den Himmel damit zierend,
und seiner war der Himmel wert zu halten.
Francesco Petrarca

Trauertext 83

Einmal öffnet sich die Tür,
und ich steh nicht mehr im Dunkeln,
steh im Saal, da ohne Zahl Sterne tausendstrahlig funkeln.
Klage nicht, mein Herz, vertrau,
einmal wird sich alles wenden.
Einer hält wie alle Welt, so auch mich in seinen Händen.
Gerhard Fritzsche

Trauertext 84

Überall sind Spuren deines Lebens,
Gedanken, Bilder, Augenblicke und Gefühle.
Sie werden uns immer an dich erinnern.

Trauertext 85

Einschlafen dürfen,
wenn man das Leben nicht mehr selbst gestalten kann,
ist der Weg zur Freiheit und Trost für alle.
Hermann Hesse

Trauertext 86

Alles hat seine Zeit,
sich begegnen und verstehen,
sich halten und lieben,
sich loslassen und erinnern.
Robert Louis Stevenson

Trauertext 87

Nicht das Freuen, nicht das Leiden
stellt den Wert des Lebens dar,
immer nur wird das entscheiden,
was der Mensch dem Menschen war.
Ludwig Uhland

Trauertext 88

Alles verändert sich, aber dahinter ruht ein Ewiges.
Goethe

Trauertext 89

Jeder Abschied ist die Geburt einer Erinnerung.
Salvador Dali

Trauertext 90

Und manchmal,
während wir so schmerzhaft reifen,
dass wir beinahe daran sterben,
erhebt sich aus allem, was wir nicht begreifen,
ein Gesicht und sieht uns strahlend an.
Rainer Maria Rilke

Trauertext 91

Es gibt nichts,
was die Abwesenheit eines geliebten Menschen
ersetzen kann.
Je schöner und voller die Erinnerung,
desto härter die Trennung,
aber die Dankbarkeit schenkt in der Trauer
eine stille Freude.
Man trägt das vergangene Schöne
wie ein kostbares Geschenk in sich.
Dietrich Bonhoeffer

Trauertext 92

Das Leben endet, die Liebe nicht.

Trauertext 93

Der Tod kommt nur einmal,
und doch macht er sich in allen Augenblicken
des Lebens fühlbar.
Es ist herber, ihn zu fürchten, als ihn zu erleiden.
Jean de La Bruyère

Trauertext 94

Wechselnde Pfade, Schatten und Licht,
alles ist Gnade, fürchte dich nicht.

Trauertext 95

Öffne unsere Herzen, damit wir erkennen,
dass Du das Leben und die Wahrheit bist.

Trauertext 96

Man sieht die Sonne langsam untergehen,
und erschrickt doch, wenn es plötzlich dunkel ist.
Franz Kafka

Trauertext 97

Ich bin nicht tot, ich tausche nur Räume,
ich leb in euch und geh durch eure Träume.
Michelangelo

Trauertext 98

Der Tod ist das Tor zum Licht
am Ende eines mühsam gewordenen Lebens.
Franz von Assisi

Trauertext 99

Je schöner und voller die Erinnerung,
desto schwerer die Trennung.
Aber die Dankbarkeit verwandelt die Qual der Erinnerung
in eine stille Freude.
Man trägt das vergangene Schöne nicht wie einen Stachel,
sondern wie ein kostbares Geschenk in sich.
Dietrich Bonhoeffer

Trauertext 100

Wohin gehen wir?
Nach Hause!
Novalis

Trauertext 101

Sterben ist das Auslöschen der Lampe im Morgenlicht,
nicht das Auslöschen der Sonne.
Rabindranath Tagore

Trauertext 102

Der Tod löscht das Licht des Lebens aus,
aber niemals das Licht der Liebe.
Irmgard Erath

Trauertext 103

Gott ist mit uns am Abend und am Morgen
und ganz gewiss an jedem neuen Tag.
Dietrich Bonhoeffer

Trauertext 104

Des Menschen Seele gleicht dem Wasser –
zum Himmel steigt es und hernieder zur Erde.
Johann Wolfgang von Goethe

Trauertext 105

Der Tod ist die uns zugewandte Seite jenes Ganzen,
dessen andere Seite Auferstehung heißt.
Guardini

Trauertext 106

Von allen Seiten umgibst Du mich
und hälst Deine Hand über mir.
Bibelvers – Psalm 139,5

Trauertext 107

Der Tod ordnet die Welt neu,
scheinbar hat sich nichts verändert,
und doch ist die Welt für uns ganz anders geworden.
Antoine de Saint-Exupéry

Trauertext 108

Es nimmt der Augenblick, was Jahre geben.
J.W.v. Goethe

Trauertext 109

Ein jeder steht allein auf dem Herzen der Erde
getroffen von einem Sonnenstrahl
und schon ist es Abend.
Salvatore Quasimodo

Trauertext 110

Was wir bergen in den Särgen ist das Erdenkleid,
was wir lieben, ist geblieben, bleibt in Ewigkeit.
J.W. von Goethe

Trauertext 111

Wenn sich die Stille nun tief um uns breitet,
so lass uns hören jenen vollen Klang der Welt,
die unsichtbar sich um uns weitet.
Dietrich Bonhoeffer

Trauertext 112

Wahrlich, keiner ist weise,
der nicht das Dunkel kennt,
das unentrinnbar und leise
von allen ihn trennt.
Hermann Hesse

Trauertext 113

Inneres Glück
ist nicht von materiellen Umständen abhängig.
Es wurzelt in unserem Geist.
Dalai Lama

Trauertext 114

Wer der Sonne entgegengeht,
lässt die Schatten hinter sich.

Trauertext 115

Jedes Lächeln, jedes Wort, jeder Schritt, jede Träne,
jedes Schweigen, jedes Zögern
ist nur ein Tropfen im See des Lebens.
Aber der große See besteht aus vielen kleinen Tropfen,
von denen jeder einzelne bedeutsam ist.

Trauertext 116

Nimmer vergeht, was du liebend getan.
Horatius Bonar

Trauertext 117

Befiehl dem Herrn deine Wege
und hoffe auf Ihn;
er wird‘s wohl machen.
Bibelvers – Psalm 37,5

Trauertext 118

Wir sind von Gott umgeben,
auch hier in Raum und Zeit
und werden sein und leben
in Gott in Ewigkeit.
Arno Pötzsch

Trauertext 119

Die schwersten Wege werden allein gegangen
Die Enttäuschung, der Verlust,
das Opfer sind einsam.
Alle Vögel schweigen.
Man hört nur den eigenen Schritt,
den der Fuß noch nicht gegangen ist,
aber gehen wird.
Stehenbleiben und Umdrehen hilft nicht.
Es muss gegangen sein.
Hilde Domin

Trauertext 120

Seht die Wolken am Himmel ziehen,
schaut ihnen zu und denkt an mich,
das Leben war doch nur geliehen,
und eine Wolke – das bin ich.
Heinz Rickal

Trauertext 121

Schick mir keinen Engel der alle Dunkelheit bannt
aber einen der mir ein Licht anzündet
Schick mir keinen Engel der alle Antworten kennt
aber einen der mit mir die Fragen aushält
Schick mir keinen Engel der allen Schmerz wegzaubert
aber einen der mit mir Leiden aushält
Schick mir keinen Engel der mich über die Schwelle trägt
aber einen der in dunkler Stunde noch flüstert
Fürchte dich nicht
Elisabeth Bernet

Trauertext 122

Es gibt Schicksalsschläge im Leben
zu denen man keine Worte findet.

Trauertext 123

Manchmal bist du in unseren Träumen,
oft in unseren Gedanken
und immer in unseren Herzen.

Trauertext 124

Menschen, die man liebt
sind wie Sterne.
Sie können funkeln und leuchten
noch lange nach ihrem Erlöschen.

Trauertext 125

Es sind die kleinen, stillen Taten der Gütigen,
die der Welt ein menschliches Antlitz geben.
Irmgard Erath

Trauertext 126

Erinnerungen erzählen von Liebe,
von Nähe und all dem Glück,
das wir durch einen geliebten Menschen erfahren durften.
Erinnerungen gehen nicht
ohne das Versprechen wiederzukehren.

Trauertext 127

Hier auf dieser Erde haben wir das Bild und die Gestalt
des irdischen Menschen getragen.
In der Auferstehung werden wir das Bild und die Gestalt
des himmlischen Menschen gewinnen:
das Bild Gottes.
Bibelvers – 1. Korinther 15

Trauertext 128

Hier geht die Sonne unter
und es wird dunkel,
doch dort geht sie auf
und vergoldet alles mit ihrem Schein.

Trauertext 129

Liebet einander,
liebet und wisst,
dass Gott Liebe ist.

Trauertext 130

Es ist vorbei.
Ganz ruhig bin ich jetzt.
Erlöst, befreit, mir selbst zurückgegeben.
Kein Wunsch, kein Wollen,
nichts mehr, was verletzt.
Gestorben bin ich nur zu neuem Leben.

Trauertext 131

Unsere Liebe schicken wir in deine Welt,
unsere guten Gedanken, unsere Erinnerungen,
unser Verzeihen, unser Hoffen und Sehnen,
unsere Tränen auch, unser Lachen und unseren Dank.

Trauertext 132

Die Zeit heilt nicht alle Wunden,
sie lehrt uns nur,
mit dem Unbegreiflichen zu leben.
Rainer Maria Rilke

Trauertext 133

Von dem Menschen, den wir lieben,
wird immer etwas in unseren Herzen bleiben:
etwas von seinen Träumen,
etwas von seiner Hoffnung,
etwas von seinem Leben,
alles von seiner Liebe.

Trauertext 134

Der Tod ist nicht der Untergang,
der alles aufhebt und zerstört,
sondern eine Wanderung und
der Beginn eines anderen Lebens,
welches ein Ende nicht hat.
Auf Grund der Übereinstimmung
aller Volker halten wir dafür,
dass die Seelen weiterleben.
Cicero

Trauertext 135

So, wie ein Blatt vom Baum fällt,
so geht ein Mensch aus dieser Welt
und alle Vögel singen weiter.
Matthias Claudius

Trauertext 136

Menschenleben sind wie Blätter,
die lautlos fallen.
Man kann sie nicht aufhalten
auf ihrem Weg.

Trauertext 137

Später, wenn…
später, wenn Stunden leiser in Tage fallen,
Krankheit zur Stille zwingt,
später, wenn Füße zu kraftlos und müde sind,
der Abwechslung nachzujagen,
später, wenn plötzlich vieles verstummt,
alles Gute zerrinnt,
dann wird sich manch einer fragen,
warum haben wir nicht damals erkannt,
dass später gleich beginnt.
Ich hätte früher aufgehört,
später zu sagen.

Trauertext 138

Lass die Trauer bei dir sein,
bis die Zeit dich behutsam
aus ihrer Umarmung löst.
Irmgard Erath

Trauertext 139

Gärten sind die zärtlichsten Spuren,
die Menschen hinterlassen können.
Antonio Porchia

Trauertext 140

Niemand kennt den Tod und niemand weiß,
ob er nicht für den Menschen das allergrößte Glück ist.
Sokrates

Trauertext 141

Mich lässt der Gedanke an den Tod in völliger Ruhe.
Ist es doch so, wie mit der Sonne,
wir sehen sie am Horizont untergehen,
aber wir wissen, dass sie „drüben“ weiterscheint.
Goethe

Trauertext 142

Jenseits von Richtig und Falsch gibt es einen Ort.
Dort treffen wir uns.
Rumi

Trauertext 143

Niemand weiß,
woher es kommt und wohin es geht.
Das Leben ist von kurzer Dauer
und unabwendbar ist das Sterben.
Ob jung, ob alt, ob froh, ob schmerzgeplagt,
alle Wesen gehen dahin.
Nichts was lebt,
entgeht der Krankheit, dem Alter und dem Tod.

Trauertext 144

Einen Menschen zu lieben heißt,
ihn so zu sehen,
wie Gott ihn gemeint hat.
Dostojewski

Trauertext 145

Trauer ist Liebe, die heimatlos geworden ist.

Trauertext 146

Freundschaft ist die Hochzeit der Seelen
Voltaire

Trauertext 147

Das, worauf es ankommt,
können wir nicht vorausberechnen.
Die schönste Freude erlebt man immer da,
wo man sie am wenigsten erwartet.
Antoine de Saint Exupéry

Trauertext 148

Wenn du mich in deinem Herzen suchst,
wirst du zuletzt mit mir vereinigt sein.
Bhagavad Gita

Trauertext 149

Das Unsterbliche wird von der Welt verschleiert.
Der Geist des Lebens ist das Unsterbliche.
Upanishaden

Trauertext 150

Alles ist Werden, Sein und Vergehen.

Trauertext 151

Es gibt Momente im Leben,
da steht die Welt für einen Augenblick still
und wenn sie sich weiter dreht,
ist nichts mehr wie es war.

Trauertext 152

Ich lebe im Hier und Jetzt und fühle den Augenblick,
verstehe mich selbst –
Als Teil des Ganzen –
Gleich einer Träne im Meer.

Trauertext 153

Auf meinem Weg habe ich dich getroffen,
du berührtest mein Herz.

Trauertext 154

Ein Traum, ein Traum nur
Ist unser Leben auf Erden hier.
Wie Schatten auf den Wogen
Schweben und scheiden wir.
Und messen unsere kurzen
Lebensschritte nach Zeit und Raum.
Und sind, wir wissen´s kaum –
Inmitten aller Ewigkeit.
Antonio Porchia

Trauertext 155

Unausdenkbar ist ein Beginn des ewigen Daseins.
Ein Ende der Daseinsrunden ist nicht zu erkennen.
Es ist ein ewiges Werden und Vergehen.
Buddha

Trauertext 156

Fortgehen ins Unbekannte und Namenlose
heißt doch auch, die Last des Daseins
und die Leiden des Daseins abgeworfen zu haben.

Trauertext 157

Nichts ist beständiger als der Wandel.
Heinrich Heine

Trauertext 158

Das Leben der sterblichen Wesen kommt
und es geht wieder.

Trauertext 159

Alles Wachsen ist ein Sterben,
jedes Werden ein Vergehen.
Alles Lassen ein Erleben,
jeder Tod ein Auferstehn.
Tagore

Trauertext 160

Alles was schön ist, bleibt auch schön,
auch wenn es welkt.
Und unsere Liebe bleibt Liebe,
auch wenn wir sterben.
Maxim Gorki

Trauertext 161

Bedenke stets, dass alles vergänglich ist
dann wirst du im Glück nicht so friedlich
und im Leid nicht so traurig sein.
Sokrates

Trauertext 162

Das Leben ist ein Geschenk,
das wir verdienen,
indem wir es hingeben.
Tagore

Trauertext 163

Die Geburt und der Tod sind wie ein Tor:
Hier kommt der Geist – da geht er.

Trauertext 164

Das Leben ist kurz,
aber doch von unendlichem Wert,
denn es birgt den Keim
der Ewigkeit in sich.
Franz von Sales

Trauertext 165

Dem Leben sind Grenzen gesetzt,
die Liebe ist grenzenlos.

Trauertext 166

Der Gedanke an die Veränderlichkeit aller Dinge
ist ein Quell unendlichen Leids
und ein Quell unendlichen Trostes.
Marie von Ebner-Eschenbach

Trauertext 167

Der Herr ist mein Hirte,
mir wird nicht mangeln,
und ob ich schon wandere
im finsteren Tal,
fürchte ich kein Unglück,
denn du bist bei mir.
Bibelvers – Ps. 23

Trauertext 168

Der Tod kann auch Erlösung sein.

Trauertext 169

Ich setzte den Fuss in die Luft und sie trug.
Hilde Domin

Trauertext 170

Die Größe eines Flusses wird
erst an seiner Mündung begriffen
nicht an seiner Quelle.
Pierre Teilhard de Chardin

Trauertext 171

Du warst mein Papa.
Papa ich vergess dich nicht.
Wenn mein Glücksstern sinkt,
nichts mehr gelingt,
seh‘ ich im Nebel dein Gesicht.
Trude Herr

Trauertext 172

Einschlafen dürfen, wenn man müde ist,
und eine Last fallen lassen dürfen,
die man sehr lange getragen hat,
das ist eine köstliche, eine wunderbare Sache.
Hermann Hesse

Trauertext 173

Entreiß Dich, Seele, nun der Zeit.
Entreiß Dich Deine Sorgen.
Und mache Dich zum Flug bereit.
In den ersehnten Morgen.
Hermann Hesse

Trauertext 174

Erst, wenn dein begehrender Wille,
dankbar zum Schweigen gebracht,
vernimmst du die Stimme der Stille,
die großen Gespräche der Nacht.
Friedrich Lienhard

Trauertext 175

Ich sterbe nicht, ich trete ins Leben ein.
Theresia von Lisieux

Trauertext 176

Niemals geht man so ganz,
ein Teil von dir bleibt hier.
Bläck fööss

Trauertext 177

Siehe, ich bin bei euch alle Tage
bis an der Welt Ende.
Bibelvers – Matthäus 28,20

Trauertext 178

Sie ist nun frei
und unsere Tränen
wünschen ihr Glück.
Goethe

Trauertext 179

Mich läßt der Gedanke an den Tod in völliger Ruhe,
denn ich habe die feste Überzeugung,
daß unser Geist ein Wesen ist ganz unzerstörbarer Natur;
es ist ein fortwirkendes von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Es ist der Sonne ähnlich,
die bloß unsern irdischen Augen unterzugehen scheint,
die aber eigentlich nie untergeht,
sondern unaufhörlich fortleuchtet.
Goethe

Trauertext 180

Leben heißt bereit sein
irgendwann zu sterben.
Lieben heißt bereit sein
irgendwann Abschied zu nehmen.

Trauertext 181

Tot ist überhaupt nichts:
Ich glitt lediglich über in den nächsten Raum.
Ich bin ich, und ihr seid ihr.
Warum sollte ich aus dem Sinn sein,
nur weil ich aus dem Blick bin?
Was auch immer wir füreinander waren,
sind wir auch jetzt noch.
Spielt, lächelt, denkt an mich.
Leben bedeutet auch jetzt all das,
was es auch sonst bedeutet hat.
Es hat sich nichts verändert,
ich warte auf euch,
irgendwo
sehr nah bei euch.
Alles ist gut.
Annette von Droste-Hülshoff

Trauertext 182

Was wir ‚Ich‘ nennen,
ist nur eine Schwingtür,
die sich bewegt,
wenn wir einatmen und ausatmen.
Shunryu Suzuki

Trauertext 183

Wer weiß im Winter,
ob er den Frühling sehen wird?
Warte nicht auf die Blüte,
sondern nimm den knospenden Zweig.
Murusaki Shikibu

Trauertext 184

Den Schmerz bezwinge, der um Formen trauert,
gedenke dessen, was ewig dauert.
Der Glockengießer, der sein Werk vollbringt,
zerstört die Form – und seine Glocke klingt.
So auch zerstört mit seinem Schwingenschlag
der Tod die Form, auf dass die Seele tönen mag.
Manfred Kyber

Trauertext 185

Ich bin von euch gegangen,
nur für einen kurzen Augenblick und gar nicht weit.
Wenn ihr dahin kommt, wohin ich gegangen bin,
werdet ihr euch fragen, warum ihr geweint habt.
Laotse

Trauertext 186

Wenn es eine Blume gibt,
welche nur eine einzige Nacht blüht,
so erscheint uns ihre Blüte nicht minder prächtig.
Sigmund Freud
(schöner Trauertext für Sternenkinder oder Kinder,
die kurz nach der Geburt gestorben sind)

Trauertext 187

Der Tod ist groß.
Wir sind die Seinen
lachenden Munds.
Wenn wir uns mitten im Leben meinen,
wagt er zu weinen
mitten in uns.
Rainer Maria Rilke

Trauertext 188

Alles was schön ist, bleibt auch schön,
auch wenn es welkt.
Und unsere Liebe bleibt Liebe,
auch wenn wir sterben.
Maxim Gorki

Trauertext 189

Trauern ist liebevolles Erinnern.

Trauertext 190

Der Wechsel allein ist das Beständige.
Arthur Schopenhauer

Trauertext 191

Ich werde fortgehn, Kind. Doch Du sollst leben
Und heiter sein. In meinem jungen Herzen
Brannte das goldne Licht. Das hab ich Dir gegeben,
Und nun verlöschen meine Abendkerzen.
Das Fest ist aus, der Geigenton verklungen,
Gesprochen ist das letzte Wort.

Bald schweigt auch sie, die dieses Lied gesungen.
Sing Du es weiter, Kind, denn ich muss fort.
Den Becher trank ich leer, in raschem Zug
Und weiß, wer davon kostete, muss sterben …
Du aber, Kind, sollst nur das Leuchten erben
Und all den Segen, den es in sich trug:
Mir war das Leben wie ein Wunderbaum,
von dem in Sommernächten Psalmen tönen.
– Nun sind die Tage wie ein geträumter Traum;
Und alle meine Nächte, alle – Tränen.
Ich war so froh. Mein Herz war so bereit.
Und Gott war gut. Nun nimmt er alle Gaben.

In Deiner Seele, Kind, kommt einst die Zeit,
soll, was ich nicht gelebt, Erfüllung haben.
Ich werde still sein, doch mein Lied geht weiter.
Gib Du ihm deinen klaren, reinen Ton.
Du sei ein großer Mann, mein kleiner Sohn.
Ich bin so müde – aber Du sei heiter.
Mascha Kaléko ~ Letztes Lied

Trauertext 192

Niemand ist fort, den man liebt,
denn Liebe ist ewige Gegenwart.
Stefan Zweig

Trauertext 193

Ein guter, edler Mensch, der mit uns gelebt,
kann uns nicht genommen werden,
er lässt eine leuchtende Spur zurück
gleich jenen erloschenen Sternen,
deren Bild noch nach Jahrhunderten
die Erdbewohner sehen.
Thomas Carlyle

Trauertext 194

Ich wünsche dir, dass dich in der Nacht
Ein Engel leise berührt,
dass er helle Bilder mit den Quellen des Lichts
in deiner Seele in Berührung bringt,
damit die Zukunft dir
mit Freude und Frieden entgegenströmt.
Ch. Spilling-Nöker

Trauertext 195

Ich wünsche Euch einen Himmel voller Sterne…
Sterne, die glänzen, wenn ihr glücklich seid.
Sterne, die den Weg zeigen, wenn ihr nicht mehr weiter wisst.
Sterne, die leuchten, wenn es dunkel ist.
Sterne, nach denen ihr greifen könnt, wenn ihr fröhlich seid.
Sterne, die aus euch strahlen, wenn ihr zu anderen gut seid.
Ich wünsche euch einen Himmel voller Sterne,
Heute und an jedem Tag eures Lebens.
Christa Carina Kokol

Trauertext 196

Die Stille singt und ganz rein wird die Nacht.
Und Himmel und Welt sind als Ganzes gedacht.
Silja Walter

Trauertext 197

Wie ein Regenbogen
In den schönsten Farben der Sonne aufleuchtet,
um sich dann wieder in den Wolkenfeldern zu verlieren,
so leuchten Erinnerungen
am Firmament unserer Gedankenwelt auf,
in den zartesten Farben der Vergangenheit,
um dann wieder in unsere Seele zurück zu versinken.
Dem Tod gehört nur ein Augenblick,
der Liebe gehört Zeit und Ewigkeit.
Irmgard Erath

Trauertext 198

Wie schön muß es erst im Himmel sein,
wenn er von außen schon so schön aussieht.
Astrid Lindgren

Trauertext 199

Vielleicht bedeutet Liebe auch lernen,
jemanden gehen zu lassen.
Wissen, wann es Abschiednehmen heißt.
Nicht zulassen, dass unsere Gefühle
dem im Weg stehen,
was am Ende warscheinlich besser ist
für die, die wir lieben.
Sergio Bambaren

Trauertext 200

Der Tod kann uns von dem Menschen trennen,
der zu uns gehörte,
aber er kann uns nicht das nehmen,
was uns mit ihm verbindet.

Trauertext 201

Sprich nicht voller Kummer von meinem Weggehen,
überall sind Spuren meines Lebens,
Gedanken, Augenblicke und Gefühle.
Schließe deine Augen und du wirst mich sehen,
jetzt und immer.

Trauertext 202

Mögest du die Kraft haben, die Richtung zu ändern,
wenn du die alte Strasse nicht mehr gehen kannst.
Irischer Segen

Trauertext 203

Geht nicht an mein Grab, um zu weinen,
Ich bin nicht da,
ich schlafe nicht,
Ich bin tausend Winde, die wehen,
Ich bin das Funkeln der Schneekristalle
Ich bin das leuchtende Gold der Weizenfelder,
Ich bin der sanfte Regen im Herbst,
Ich bin das Erwachen der Vögel in der Morgenstille,
Ich bin der Stern, der in der Nacht erstrahlt,
Geht nicht an mein Grab, um zu weinen,
Ich bin nicht da,
Ich bin nicht tot.
Indianische Trauerrede

Trauertext 204

Das Leben ist nur ein Moment,
der Tod ist auch nur einer.
Friedrich Schiller

Trauertext 205

Wenn dir jemand erzählt,
dass die Seele mit dem Körper zusammen vergeht
und dass das, was einmal tot ist, niemals wiederkommt,
so sage ihm: Die Blume geht zugrunde,
aber der Same bleibt zurück und liegt vor uns,
geheimnisvoll, wie die Ewigkeit des Lebens.
Khalil Gibran

Trauertext 206

Durch alle Wesen reicht der eine Raum:
Weltinnenraum. Die Vögel fliegen still
durch uns hindurch. O, der ich wachsen will,
ich seh hinaus, und in mir wächst der Baum.
Rainer Maria Rilke

Trauertext 207

Am Ende eines steilen Pfades,
möge Dich wärmende Sonne grüßen.
irischer Segen

Trauertext 208

Wir sind nicht umsonst
in diese Welt gesetzt,
wir sollen hier reif
für eine andere werden.
M. Claudius

Trauertext 209

Mit jedem Menschen,
der von uns geht,
wird diese Welt ein Stück ärmer.

Denn jeder hat
seine einmalige Weise, da zu sein.

Wir konnten seine Stimme
oder den Klang seiner Schritte
aus vielen heraushören.

Seine Art zu lächeln
oder einen anzuschauen,
wird uns immer im Gedächnis bleiben.

Jeder Mensch, der die Erde verläßt,
war ein Geschenk an uns
und hinterläßt
bleibende Spuren.

Mitten in der Traurigkeit
kann die Dankbarkeit aufblühen
wie eine Blume.
Ruth Rau

Trauertext 210

Falls der Tod aber gleichsam ein Auswanderer ist
von hier an einen anderen Ort,
und wenn es wahr ist, was man sagt,
dass alle, die gestorben sind, sich dort befinden,
welch ein größeres Glück gäbe es wohl als dieses?
Sokrates

Trauertext 211

Als du geboren wurdest, weintest du
und alle um dich herum lachten,
lebe so, dass wenn du stirbst,
du alleine lachst und alle um dich herum weinen.

Trauertext 212

Man muss nie verzweifeln,
wenn etwas verloren geht,
ein Mensch oder eine Freude oder ein Glück;
es kommt alles noch herrlicher wieder.
Rainer Maria Rilke

Trauertext 213

Nur wenige Menschen sind wirklich lebendig
und die, die es sind, sterben nie.
Es zählt nicht, dass sie nicht mehr da sind.
Niemand, den man wirklich liebt, ist jemals tot.
Ernest Hemingway

Trauertext 214

Möge die Straße dir entgegeneilen.
Möge der Wind immer in deinem Rücken sein.
Möge die Sonne warm auf dein Gesicht scheinen
und der Regen sanft auf deine Felder fallen.
Und bis wir uns wiedersehen,
halte Gott dich im Frieden seiner Hand.
irischer Segen

Trauertext 215

Wenn durch einen Menschen
ein wenig mehr Liebe und Güte,
ein wenig mehr Licht und Wahrheit
in der Welt war, dann
hat sein Leben einen Sinn gehabt.
Alfred Delp

Trauertext 216

Entfernung ist nicht von Bedeutung.
Sich nah zu sein
ist eine Sache des Herzens.

Trauertext 217

Entreiss Dich, Seele,
nur der Zeit.
Enreiss Dich Deiner Sorgen.
Und mache Dich
zum Flug bereit.
In den ersehnten Morgen.
Hermann Hesse

Trauertext 218

Als der Regenbogen verblasste,
da kam der Albatros
und er trug mich
mit sanften Schwingen
weit über die sieben Weltmeere.
Behutsam setzte er mich
an den Rand des Lichts.
Ich trat hinein
und fühlte mich geborgen.
Ich hab euch nicht verlassen,
ich bin euch nur ein Stück voraus.

Trauertext 219

Oft fragte ich mich – wo wirst du sein,
nachdem du diese Welt verlassen hast.
In der Stille meiner Gedanken fand ich
in meinem Herzen die Antwort darauf.
Rebell

Trauertext 220

Da breitest du weit deine Arme aus
Und ein tiefer Atemzug!
Du schwingst dich empor über Straße und Haus
Im traumhaften Vogelflug.
Du fliegst und du fliegst und du brauchst kein Ziel
Das Dasein selbst ist Glück!
Keine Grenze dort unten bekümmert dich viel,
du möchtest nie zurück.
Es ist alles so einfach. Du wunderst dich kaum.
Und du weißt in deinem Traum: Es ist kein Traum!
Michael Ende

Trauertext 221

Wir nehmen den Tod auf dem Weg zu den Sternen.
Vincent van Gogh

Trauertext 222

Für ewig ist ja nicht gestorben,
was man für diese Welt begräbt.
Karl von Holtei

Trauertext 223

Der Tod ist kein Abschnitt des Daseins,
sondern nur ein Zwischenereignis,
ein Übergang aus einer Form des endlichen Wesens in eine andere.
Alexander von Humboldt

Trauertext 224

Alles ändert sich mit dem,
der neben einem steht
und von jetzt auf gleich
neben einem fehlt.

Trauertext 225

Alles Sichtbare grenzt ans Unsichtbare,
alles Hörbare ans Unhörbare,
alles Fassbare ans Unfassbare
und vielleicht alles Denkbare ans Undenkbare
Lama Govinda

Trauertext 226

Gute Menschen gleichen Sternen,
sie leuchten noch lange nach ihrem Erlöschen.

Trauertext 227

Leben ist wie Schnee,
Du kannst ihn nicht bewahren.

Trauertext 228

Was ein Mensch an Gutem
in die Welt hinausgibt,
geht nicht verloren.
Albert Schweitzer

Trauertext 229

Danke,
dass es dich gab und in unseren Gedanken immer noch gibt.
Danke,
dass du unser Leben geprägt hast und noch immer prägst.
Danke,
dass wir teilhaben durften an deinem einzigartigen Leben
und dieser Dank ist grösser als unsere Trauer.
Andrea Schwarz

Trauertext 230

Wir sind uns begegnet
du hast Spuren hinterlassen
in mir
deine Handschrift, dein Zeichen
unauslöschlich
in meinem Herzen
hast du dir Raum geschaffen
für immer.
Anette Müller

Trauertext 231

Du hast es überstanden, wir müssen bestehen.
Du gingst den Weg, den jeder muss gehen.
Das Schicksal rief dich, vorbei ist das Leid.
Wir werden dir folgen zu unserer Zeit.
Anna Butzke

Trauertext 232

Das Leben ist wie ein Traum.
Der Tod ist das Erwachen aus diesem Traum.
Arthur Schopenhauer

Trauertext 233

Freude ist der Tag
Trauer die Nacht
Leben ist unendlich
Es verändert nur die Form
Das lehrt uns die Natur.

Wir müssen suchen
nicht festhalten
erinnern
nicht vergessen.

Wir müssen aber auch
aushalten
und hoffen
dass Glaube und Liebe tragen
über die Zeit der Trauer hinaus.
Carola Reimold

Trauertext 234

Ich wünsche dir, dass dich in der Nacht
Ein Engel leise berührt,
dass er helle Bilder mit den Quellen des Lichts
in deiner Seele in Berührung bringt,
damit die Zukunft dir
mit Freude und Frieden entgegenströmt.
Ch. Spilling-Nöker

Trauertext 235

Für alles was war – danke!
Zu allem, was sein wird – Ja!
Dag Hammerskjöld

Trauertext 236

Die Hoffnung ist wie ein Sonnenstrahl,
der in ein trauriges Herz dringt.
Öffne es weit und lass sie hinein.
Friedrich Hebbel

Trauertext 237

Der beste Weg etwas zu lieben:
Realisieren, dass man es verlieren kann.
Gilbert Chesterton

Trauertext 238

Unsere Toten leben fort in den süssen Flüssen der Erde,
kehren wieder mit des Frühlings leisem Schritt,
und es ist ihre Seele im Wind,
der die Oberfläche der Teiche kräuselt.
Häuptling Seattle vom Stamme der Duwamish

Trauertext 239

Trost ist,
dass Du da warst,
Stunden,
Monate,
Jahre.
Herman van Veen

Trauertext 240

Die Liebe ist stärker als der Tod
und die Schrecken des Todes.
Allein die Liebe erhält
und bewegt unser Leben.
Iwan Turgenjew

Trauertext 241

Der Tod ist gewissermassen eine Unmöglichkeit,
die plötzlich zur Wirklichkeit wird.
Johann Wolfgang von Goethe

Trauertext 242

Jeder folgt in seinem Leben einer Straße.
Keiner weiß vorher, wann und wo sie endet.
Alle hinterlassen Spuren und manche kreuzen unseren Weg.
Einige, die wir trafen, werden wir nicht vergessen.
Auch wenn sie für immer gehen,
in unseren Herzen und unserer Erinnerung bleiben sie.
Karin Schmidt

Trauertext 243

Wenn du stirbst, stirbt nur dein Werden.
Gönn‘ ihm keinen Blick zurück.
In der Zeit muss alles sterben –
aber nichts im Augenblick.
Konstantin Wecker

Trauertext 244

Memento
Vor meinem eignen Tod ist mir nicht bang,
nur vor dem Tode derer, die mir nah sind.
Wie soll ich leben, wenn sie nicht mehr da sind?

Allein im Nebel tast ich todentlang
und lass mich willig in das Dunkel treibe…
Das Gehen schmerzt nicht halb so wie das Bleiben.

Der weiß es wohl, dem Gleiches widerfuhr
– und die es trugen, mögen mir vergeben.
Bedenkt: den eignen Tod, den stirbt man nur,
doch mit dem Tod der andren muss man leben!
Mascha Kaléko

Trauertext 245

Der Tod
ist die Heirat
der Seele
mit der Ewigkeit.
Monika Friebe

Trauertext 246

Wenn wir aus dieser Welt durch Sterben uns begeben,
So lassen wir den Ort, wir lassen nicht das Leben.
Nikolaus Lenau

Trauertext 247

Ich kam an deine Küste als ein Fremdling,
ich wohnte in deinem Hause als ein Gast,
ich verlasse deine Schwelle als ein Freund,
meine Erde.
Rabindranath Tagore

Trauertext 248

Vergangen nicht,
Verwandelt ist,
Was war.
Rainer Maria Rilke

Trauertext 249

Wenn etwas uns fortgenommen wird,
womit wir tief und wunderbar zusammenhängen,
so ist viel von uns selber mit fortgenommen.

Gott aber will, dass wir uns wiederfinden,
reicher um alles Verlorene und vermehrt um
jenen unendlichen Schmerz.
Rainer Maria Rilke

Trauertext 250

Lebenstanz

Durch Herbstsonne
goldgelb getünchtes Blatt
lass dich los,
lass dich fallen!

Gib dich hin
der Aufforderung
des Windes,
der dich führt
zum letzten Tanz
deines Lebens.
Sabine Balzer

Trauertext 251

Der Friede der Wellen des Meeres sei sein,
Der Friede des Fließens der Lüfte sei sein,
Der Friede der ruhigen Erde sei sein,
Der Friede der leuchtenden Sterne sei sein,
Der Friede der nächtlichen Schatten
sei sein
Mond und Sterne mögen ihm immer leuchten.
Alter Gälischer Segen

Trauertext 252

Wie lange ich lebe, liegt nicht in meiner Macht;
dass ich aber, solange ich lebe,
wirklich lebe, das hängt von mir ab.
Seneca

Trauertext 253

Vielleicht bedeutet Liebe auch lernen, jemanden gehen zu lassen,
wissen, wann es Abschied nehmen heißt.
Nicht zulassen, dass unsere Gefühle dem im Weg stehen,
was am Ende wahrscheinlich besser ist für die, die wir lieben.
Sergio Bambaren

Trauertext 254

Die Stille singt und ganz rein wird die Nacht.
Und Himmel und Welt sind als Ganzes gedacht.
Silja Walter

Trauertext 255

Du bleibst…

könntest du noch reden-
wäre da meine Zustimmung

könntest du noch singen
wäre da unser Lied

könntest du noch hören
wäre da meine Stimme

könntest du noch sehen-
wäre da mein Lächeln

könntest du noch fühlen-
wäre da meine Wärme

könnte ich es tun
würde ich dir meinen Atem einhauchen

doch auch so bist und bleibst du
bei mir, um mich rum,
tief in meinem Herzen.
Silvia Riemer, 2014

Trauertext 256

Nicht sie gehen weiter weg von uns,
wir kommen ihnen näher,
jeden Tag ein bisschen mehr.
Türkischer Spruch

Trauertext 257

Sende du dein Morgenlicht,
dass das Weite und das Nahe
sich küssen und
Tod und Leben sich in Liebe einen.
Tagore

Trauertext 258

Ein guter, edler Mensch, der mit uns gelebt,
kann uns nicht genommen werden,
er lässt eine leuchtende Spur zurück
gleich jenen erloschenen Sternen,
deren Bild noch nach Jahrhunderten
die Erdbewohner sehen.
Thomas Carlyle

Trauertext 259

Ich gehe zu denen, die mich liebten,
und warte auf die, die mich lieben.

Trauertext 260

Das größte Geheimnis ist das Leben,
das tiefste Geheimnis ist die Ewigkeit,
das schönste Geheimnis ist die Liebe –
ein Geheimnis,
dem selbst der Tod machtlos gegenübersteht.

Trauertext 261

Ohne dich
Zwei Worte so leicht zu sagen
und doch so endlos schwer zu ertragen.

Trauertext 262

Vertraut auf eure Erinnerungen – sie bleiben unvergesslich.
Vertraut auf eure Liebe – sie gibt euch Kraft und Zuversicht.
Vertraut auf die Zeit – sie lindert den Schmerz und lässt die Freude wiederkommen.

Trauertext 263

Es wird Stille sein und Leere.
Es wird Trauer sein und Schmerz.
Es wird dankbare Erinnerung sein,
die wie ein heller Stern die Nacht erleuchtet,
bis weit hinein in den Morgen.

Trauertext 264

Der Tod kann auch freundlich kommen
zu Menschen, die alt sind,
deren Hand nicht mehr festhalten will,
deren Augen müde wurden,
deren Stimme nur noch sagt:
Es ist genug.
Das Leben war schön.

Trauertext 265

Dunkel ist es nun um dich,
von Stund an tragen wir dein Licht.

Trauertext 266

Wenn die Zeit endet, beginnt die Ewigkeit.

Trauertext 267

Möge die Straße uns zusammenführen
und der Wind in deinem Rücken sein,
sanft falle Regen auf Deine Felder
und warm auf dein Gesicht der Sonnenschein.
Und bis wir uns wiedersehen,
halte Gott dich fest in seiner Hand!

Trauertext 268

Gestern
warst du noch bei uns mit deinen
Sprüchen und deinem Lächeln.
Heute
bist du bei uns in unserer Trauer
und in unseren Tränen.
Morgen
wirst du bei uns sein in unseren
Erinnerungen, in Erzählungen
und in unseren Herzen.

Trauertext 269

Still und leise
Gehst du auf deine letzte Reise
Von den Wellen des Meeres geborgen
Wirst du nun sein ohne Hast und Sorgen
Am Tage getragen an die schönsten Strände der Welt
Des Nachts ruhend unter deinem geliebten Himmelszelt

Trauertext 270

In liebervoller Erinnerung
bleibt das Lächeln in deinem Gesicht.

Trauertext 271

Festhalten was man nicht halten kann,
begreifen wollen was unbegreiflich ist,
im Herzen tragen was ewig ist.

Trauertext 272

Wo Worte fehlen,
das Unbeschreibliche zu beschreiben,
wo die Augen versagen,
das Unabwendbare zu sehen,
wo die Hände das Unbegreifliche nicht fassen können,
bleibt einzig die Gewissheit,
dass Du für immer in in unseren Herzen weiterleben wirst.

Trauertext 273

Unendlich
Mensch,
du bist Wunder,
du bist Geist,
du bist Licht.
Du bist Teil eines Ganzen,
aber sterblich
das bist du nicht.
Annette Andersen

Trauertext 274

Aus dem Dunkel wird Licht,
aus der Hoffnung wird Trost,
aus Erinnerung ein Bild,
aus der Liebe ein Band,
warum fürchten wir uns?
Veronika Heitmann

Trauertext 275

Was bleibt,
wenn alles Vergängliche geht,
ist die Liebe.

Trauertext 276

Dich zu kennen und zu lieben war eins.

Trauertext 277

Wir gehen wie wir kamen
Mit nichts als uns allein
Die Welt – das sind nur Namen
Ein Wunder bleibt das Sein

Trauertext 278

Hab‘ keine Angst!
Lass los,
breite deine Flügel aus
und flieg‘ zu Sternen!

Trauertext 279

Liebe warst du,
Güte warst du,
Alles warst Du,
für uns.

Trauertext 280

Glauben Sie, fragte man mich,
an ein Leben nach dem Tod?
Und ich antwortete: Ja.
Aber dann wusste ich keine Antwort zu geben,
wie das aussehen sollte dort.
Ich wusste nur eines:
keine Hierarchie auf goldenen Stühlen sitzend,
kein Niedersturz verdammter Seelen.
Nur,
nur Liebe, frei gewordene,
niemals aufgezehrte, mich überflutend.
Mehr also, fragte der Frager,
erwarten Sie nicht nach dem Tod?
Und ich antwortete:
Weniger nicht.
Marie-Luise Kaschnitz

Trauertext 281

Die geliebt werden, können nicht sterben, denn Liebe bedeutet Unsterblichkeit
Emily Dickinson

Trauertext 282

Wir lassen nur die Hand los
nicht den Menschen
Anke Maggauer-Kirsche

Trauertext 283

Bitte

Wir werden eingetaucht
und mit dem Wasser der Sintflut gewaschen
wir werden durchnässt
bis auf die Herzhaut
der Wunsch nach der Landschaft
diesseits der Tränengrenze
taugt nicht
der Wunsch den Blütenfrühling zu halten
der Wunsch verschont zu bleiben
taugt nicht
es taugt die Bitte
dass bei Sonnenaufgang die Taube
den Zweig vom Ölbaum bringe
dass die Frucht so bunt wie die Blüte sei
dass noch die Blätter der Rose am Boden
eine leuchtende Krone bilden
und dass wir aus der Flut
dass wir aus der Löwengrube und dem feurigen Ofen
immer versehrter und immer heiler
zu uns selbst
entlassen werden
Hilde Domin

Trauertext 284

Stark wie der Tod ist die Liebe.
Auch Wasserfluten löschen sie nicht aus.
Hohelied 8,6 f

Trauertext 285

Das Leben wäre geringer
und der Tod wäre nichts
wenn die Seele nicht
unsterblich wäre.
Christina von Schweden

Trauertext 286

Das, was du bist
werd`ich behalten.
Die Art, wie Du lachst
wird mich immer begleiten.
Das was du glaubst
geht nie verloren.
Ich heb alles auf
und halt es geborgen.
Den Mut und die Kraft
Deine Weisheit und auch
den Moment, als du gingst.

aus „Als du gingst“ von Lina Maly

Trauertext 287

Es geht nicht darum, was auch immer
zu ändern, sondern an nichts
festzuhalten und die Augen sowie
das Herz zu öffnen.
Jack Kornfield

Trauertext 288

Wenn durch einen Menschen
ein wenig mehr Liebe und Güte,
ein wenig mehr Licht und Wahrheit
in dieser Welt waren –
dann hat sein Leben einen Sinn gehabt.

Trauertext 289

Fange nie an, aufzuhören,
höre nie auf anzufangen.
Cicero

Trauertext 290

Nur wer sich auf den Weg macht,
wird ein neues Land entdecken.
Hugo von Hofmannsthal

Trauertext 291

Die Liebe ist das Band,
das alles zusammenhält
und vollkommen macht.
Kol.3,14

Trauertext 292

Man lebt zweimal: das erste Mal in der Wirklichkeit,
das zweite Mal in der Erinnerung.
Honoré de Balzac

Trauertext 293

Nur Liebe und Tod ändern alle Dinge.
Khalil Gibran

Trauertext 294

Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen
unendlich sanft in seinen Händen hält.
Rainer Maria Rilke

Trauertext 295

Vergangen nicht.
Verwandelt ist.
Was war.
Rainer Maria Rilke

Trauertext 296

Aus:
Die Kunst des letzten Augenblicks
Todesgedichte japanischer Zenmeister
von Yoel Hoffmann

Klarer Himmel –
einst kam ich diesen Weg entlang,
Jetzt gehe ich ihn zurück.
Gitoku

Mit leeren Händen kam ich in diese Welt,
Barfuß verlasse ich sie.
Mein Kommen, mein Gehen –
Zwei einfache Ereignisse,
Ineinander verwoben.
Kozan Ichikyo

Die ganze eiskalte Nacht hindurch lag ich wach.
Beim Klang der Morgenglocken wurde mein Herz klar –
aus dieser fließenden Traumwelt erwacht die Morgenröte.
Shume

Da ich geboren wurde
muß ich sterben,
nun denn…
Kisei

Schau direkt vor dich. Was ist da?
Wenn du es siehst, wie es ist,
Wirst du nie fehlgehen.
Bassui Tokusho

Die Melodie des Nicht-Seins
Erfüllt die Leere:
Frühjahrssonne,
Schneesweiße,
Strahlende Wolken,
Reiner Wind
Daido Ichi´i

Einatmen, Ausatmen,
Vor, zurück,
Leben, Sterben:
Pfeile, einander entgegenfliegend,
Treffen sich halben Weges und durchdringen
Die Leere in absichtslosem Flug –
So kehre ich zurück zur Quelle
Gesshu Soko

Wenn es kommt – einfach so!
Wenn es geht – einfach so!
Kommen wie Gehen ereignet sich jeden Tag.
Die Worte, die ich jetzt spreche – einfach so!
Musho Josho

Wer kommt, weiß nur um sein Kommen,
Wer geht, weiß nur um sein Gehen.
Um Befreiung zu finden aus diesem Zwiespalt –
Warum sich festklammern am Kliff?
Wolken treiben tief,
Wissen niemals, wohin die Winde sie wehen.
Sengai Gibon

Die Wahrheit wird niemals
Von anderen erworben.
Du trägst sie immer
In dir.
Katsu

Ich wurde in diese Welt geboren,
Ich verlasse sie mit dem Tod.
Gizan Zenrai

Kommen, alles ist zweifelsfrei und klar.
Gehen, alles ist zweifelsfrei und klar.
Was also ist all dies?
Hosshin

Ich wurde nicht geboren, und ich sterbe nicht.
Wolken treiben unter hohen, weiten Himmeln,
Und der Mond kreist auf Millionen Meilen langer Bahn.
Yakuo Tokuken

Heute wird
mein Geburtstag sein,
im Nirvana
Joseki

Was blüht, vergeht,
das ist der Weg aller Dinge
in dieser Welt der Blumen.
Kiko

Die Oberfläche
des Wassers
spiegelt viele Dinge.
Masumi Kato

Zeit zu gehen…
Es ist eine lange Reise, sagt man:
Robenwechsel
Roshu

Keinen einzigen Augenblick
verweilen die Dinge –
Bäume voller Farben.
Seiju

Ich bin durch diese Welt
hindurchgegangen – ein Leben
mit Mond, Schnee und Blumen.
Sharyu

Heute wird
mein Geburtstag sein,
im Nirvana
Joseki

Trauertext 297

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